630/650 n. Chr.
Erstbau der Kirche mit bis heute original erhaltenem rechteckigen Schiff und trapezförmig eingezogenem Chor. Vermutlich trennte eine hölzerne Chorschranke kurz vor dem Triumpfbogen den Altarraum vom Kirchenschiff. (weiter...)
Wann die berühmten Wandmalereien entstehen bleibt in Fachkreisen bis heute umstritten. Die Datierungsvorschläge streuen vom 7. Jh. bis in das 11. Jh. (weiter...)
Spätes 12. Jh. bis frühes 14. Jh.
Der Kirche wird ein wuchtiger Turm zur Seite gestellt. (weiter...)
1365
Das Adelsgeschlecht der Annenberger erwirbt St. Prokulus. Sie veranlassen eine umfassende Neugestaltung. Das Kirchenschiff wird erhöht und die Innen- und Außenfassaden mit gotischen Fresken geschmückt. Die älteren Wandmalereien bleiben darunter erhalten.
1636
Das Fleckfieber wütet in Naturns. Die als Pest bezeichnete Seuche rafft jeden vierten Einwohner dahin. St. Prokulus liegt außerhalb des Dorfkerns und eignete sich daher als Bestattungsplatz für die Seuchenopfer. Die Toten werden in Massengräbern verscharrt. (weiter...)
1923
Während der Kirchenrestaurierung kommen die frühmittelalterlichen Wandmalereien zum Vorschein. Von nun an ist das Kirchlein für Kunstinteressierte ein lohnendes Ziel.
1985/86
Archäologen führen Grabungen in und um die Kirche durch. Dabei kommen sowohl Gräber aus der Gründerzeit als auch der Seuchenfriedhof des 17. Jhs. ans Tageslicht.
2006
Im Mai wird das Prokulus Museum nahe der Kirche eröffnet. Herzstück der Ausstellung sind die archäologischen Funde aus der Kirche und dem dazugehörigen Friedhof.


